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Als digitales Rauschen oder Bildrauschen wird ein Phänomen bezeichnet, das bei digital aufgezeichneten Bildern durch Störungen entsteht, die keinen Bezug zum eigentlichen Bildinhalt haben. Die das Bild verändernden Pixel weisen eine andere Helligkeit und Farbe und können so einerseits die Bildqualität beeinflussen und andererseits künstlerisch eingesetzt werden. Digitales Rauschen lässt also ein Gesamtbild erscheinen, dass sich vom abgebildeten Gegenstand deutlich unterscheidet, ihn verzerrt, verändert, erweitert – und so Neues erschafft.

Viel passender kann der Titel für einen Blog über Phänomene, Entwicklungen, Technologien und Praktiken digitaler Transformationsprozesse in Bezug auf Kirche und Gesellschaft wohl kaum gewählt werden. Denn all das, was sich dem umbrella term Digitalisierung zuordnen lässt, kann und wird von unterschiedlichen Menschen als Störfall oder geniale Erfindung empfunden, als Teufelswerk oder digitaler Segen bezeichnet, als Veränderung, Verzerrung, Erweiterung oder – in den seltensten Fällen – als Ablösung der kohlenstofflichen Welt verstanden. Diesem schillernden Spektrum unterschiedlicher Haltungen, Perspektiven und Einschätzungen widmet sich Digitales Rauschen.

Digitales Rauschen ist Teil des Themenschwerpunkts “Medien und digitaler Wandel” der Evangelischen Akademie der Pfalz und wird hauptsächlich von Felix Kirschbacher als wissenschaftlichem Studienleiter und gelerntem Film-, Fernseh- und Medienwissenschaftler inhaltlich bestückt. Weitere Informationen finden sich auf seiner Profilseite der Evangelischen Akademie.